Alkoholfreie Lebensmittel

Beispiele für Lebensmittel mit Alkohol

Lebensmittel, wie Fleischgerichte, Torten oder Getränke, können Alkohol enthalten. Zwar ist deren Alkoholgehalt meistens so gering, dass eine körperliche Wirkung ausgeschlossen werden kann. Für alkoholkranke Menschen, die "trocken" sind, können diese Lebensmittel jedoch bedenklich sein, weil sie die Gefahr eines Rückfalls in sich bergen.

Achtung Rückfallgefahr:
  • Alkohol in Lebensmitteln wird manchmal nicht gekennzeichnet
  • Alkohol versteckt sich hinter anderen Bezeichnungen
  • Für Getränke, die Alkohol enthalten, wird mit dem Attribut "alkoholfrei" geworben, z. B. alkoholfreies Bier.
Wenn Alkohol in Lebensmitteln vorkommt, z. B. Wein oder Rum, muss das auf der Verpackung in der Zutatenliste stehen. Es lohnt sich daher, kritisch auf das "Klein- gedruckte" zu achten. Leider gibt es einige Kennzeichnungslücken, z. B. bei
  • lose verkauften Lebensmitteln, z. B. Schwarzwälder Kirschtorte beim Bäcker oder Eisbecher in Eiscafes
  • Gerichten in Restaurants oder Kantinen, z. B. Soßen, flambierte Gerichte oder Obstsalate
  • Süßwaren, z. B. Marzipanprodukte oder Pralinen
  • kleinen Verpackungen, z. B. Ostereier oder kleine Portionsverpackungen für Konfitüre
  • Fruchtauszügen oder Aromen, z. B. in Kuchenschnitten, mit Alkohol als Lösungsmittel.
Fragen Sie in Restaurants oder in Ihrer Kantine nach, ob Alkohol im Essen enthalten ist. Schreiben Sie die Hersteller an, deren Produkte nach Alkohol schmecken, die aber den Alkoholgehalt ihrer Produkte auf der Verpackung verschweigen.

Darüber hinaus enthalten bestimmte Lebensmittel einen natürlichen Alkoholgehalt. Dazu gehören z. B. Kefir oder Kombucha (einige Pilze produzieren aus Milchzucker Alkohol), naturtrübe Fruchtsäfte (Hefen können den Fruchtzucker zu Alkohol vergären) oder Obst- und Weinessig.

Viele alkoholkranke Menschen sehen in diesen geringen Alkoholgehalten keine Rückfallgefahr. Als Gründe werden angegeben:
  • keine psychologische Verbindung mit dem Alkoholgenuss
  • keine geschmackliche Erinnerung an Alkoholika
  • keine bewusste Aufnahme, weil der Alkoholgehalt gar nicht bekannt ist.
Es gibt jedoch Betroffene, die auch bei den natürlich alkoholhaltigen Lebensmitteln Rückfälle befürchten. Sie sollten dann auch Kefir oder Essig meiden.


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