Ehrenamt und ehrenamtliches Engagement im
Kreuzbund - kostengünstig und effektiv


Ehrenamtliche Mitarbeit - und das ist ja ihr Wesen und ihre Eigenart - ist „freiwillig“ und erfolgt ohne Bezahlung. Das Wissen des ehrenamtlichen Mitarbeiters ist durch persönliche Erfahrungen (Selbstbetroffenheit als Abhängiger bzw. Angehöriger) geprägt.

Den Hilfesuchenden wird zunächst eine subjektive Sichtweise der Abhängigkeitserkrankung und der Therapieprozesse vermittelt. Spontaneität, Kreativität, Zeit, Nähe zum Mit-Betroffenen, unbürokratische Hilfemöglichkeiten zeichnen die ehrenamtliche Hilfe aus.

Hierbei ergeben sich oftmals Probleme in der Zusammenarbeit zwischen der Selbsthilfe und dem professionellen Bereich der Suchtkrankenhilfe, die sich in Konkurrenzgefühlen, Nähe-Distanz-Konflikten, Unterschieden in den Arbeitsansätzen (der Ehrenamtliche ist jederzeit ansprechbar), Selbstüberschätzung etc. äußern.

Zusammenarbeit zwischen ehrenamtlichen und professionellen Helfern ist somit ein Prozess, der von beiden Seiten ständig überprüft und erneuert werden muss. Es geht dabei auch um das Anerkennen der unterschiedlichen Möglichkeiten und Grenzen, was hauptamtliche und ehrenamtliche Suchtkrankenhilfe leisten kann.

Aber auch über die eigene Gruppe hinaus ist ehrenamtliche Arbeit natürlich immer auch ein Kostenfaktor, ein Kostenfaktor, mit dem sich „Politik machen lässt“ und m. E. auch „Politik gemacht werden muss“: Die Suchtselbsthilfe und ihre ehrenamtlichen Helfer sparen durch ihr ehrenamtliches Engagement dem Gesundheitswesen, den Arbeitgebern und auch den Rentenkassen Beträge in Millionenhöhe ein. Das muss anerkannt werden auch durch eine Grundfinanzierung von Selbsthilfegruppen vor Ort und auf Stadtebene. Selbsthilfe gibt es nicht zum Nulltarif!

Besonders hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang, dass immer mehr Personen allein durch den Anschluss an Selbsthilfegruppen abstinent werden und damit den Leistungsträgern erhebliche Behandlungskosten ersparen.

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